9. November 1918: Philipp Scheidemann ruft die Republik aus

Von 1918 bis 1933 bestand in Deutschland unter schwierigsten Bedingungen die erste parlamentarische Demokratie, die Weimarer Republik. Sie begann mit der Ausrufung der Republik am 9. November 1918 durch Philipp Scheidemann und endete mit der Machtübernahme der NSDAP am 30. Januar 1933.

Phillip Scheidemann ruft die Republik aus

Phillip Scheidemann ruft die Republik aus

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1918 – 1933: Die Weimarer Republik

1918 – 1933: Die Weimarer Republik

Am Ende des Ersten Weltkriegs wurden in großen Teilen Europas die Monarchien gestürzt. In Deutschland rief Philipp Scheidemann am 9. November 1918 die Republik aus. Die harten Bedingungen des Versailler Vertrages und die hohen Kriegsanleihen führten zur Hyperinflation. Das Rheinland war bis 1930 von französischen Truppen besetzt, um die Reparationszahlungen zu erzwingen.

Die Geschichte der Weimarer Republik lässt sich nach der Gründungsphase in drei Abschnitte gliedern:
⦁ In den Krisenjahren von 1919 bis 1923 hatte die Republik mit den unmittelbaren Kriegsfolgen, einer Hyperinflation sowie zahlreichen Umsturzversuchen und politischen Morden zu kämpfen.
⦁ In den Jahren von 1924 bis 1929 erlebte sie eine Zeit relativer Stabilität, wirtschaftlicher Erholung sowie außenpolitischer Anerkennung und Wertschätzung.
⦁ Die Weltwirtschaftskrise ab Ende 1929 und der Aufstieg der Nationalsozialisten führten 1933 zu ihrem Untergang.

Kulturell war die Weimarer Republik geprägt durch den ersten Durchbruch der Massenkultur in Deutschland („Goldene Zwanziger“: Rundfunk, Kino, Unterhaltungsmusik) sowie von avantgardistischen Strömungen (Bauhaus, Dadaismus) in den Künsten, die zum Teil bereits in der Vorkriegszeit angelegt waren.

Zwei Rentenmark

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