Kriegswirtschaft
Frühjahr 1915: Brotkarten werden eingeführt, Metalle und Wertstoffe gesammelt
Bereits 1915 traten erste Versorgungsengpässe mit Lebensmittel auf. Für „Kriegsbrot“ wurde dem Getreide Kartoffelmehl beigemischt und ab Frühjahr 1915 Brotkarten ausgeteilt. Es folgten eine Vielzahl weiterer Maßnahmen zur Rationierung von knappen Gütern wie zum Beispiel Zuckerkarten, Butterkarten und Mehlkarten.
Im Herbst 1915 wurden Kupfer, Messing und Nickel Gegenstände beschlagnahmt. Die Versorgungslage verschlechterte sich im weiteren Kriegsverlauf stetig. Da die Munitionsfabriken alle verfügbaren Rohstoffe brauchten, trat bereits zu Beginn des Ersten Weltkrieges ein Mangel an Kupfermünzen auf. Um den Zahlungsverkehr aufrecht zu erhalten, gaben viele Städte Notgeldmünzen aus Eisen, Zink und Aluminium sowie Notgeldscheine in kleinen Werten aus. 1919 und 1921 musste erneut „Notstandsgeld“ herausgegeben werden.

